Gedicht - Wenn Wasser am Spielplaz lacht!
Schon der Titel entführt uns sofort an einen Ort voller ungezähmter Lebensfreude, Bewegung und glücklicher Kindheitserinnerungen. Ein Spielplatz ist ohnehin schon ein Raum der Lebendigkeit, doch erst das Element Wasser verwandelt ihn an warmen Tagen in eine wahre Bühne der Fantasie. Sobald die Fontänen in die Höhe schießen und sich die ersten Schlammstraßen durch den Sand ziehen, erwacht der Spielplatz zu ganz neuem Leben. Es ist, als ob das Wasser selbst in das fröhliche Rufen und Jauchzen der Kinder einstimmt und mit ihnen um die Wette lacht. Dieses Gedicht fängt genau jene unbeschwerten Sommermomente ein, in denen Zeit und Alltag keine Rolle mehr spielen. Das Wasser wird hier zum besten Spielgefährten, unberechenbar, wild, glitzernd und voller Leichtigkeit. Die folgenden Zeilen laden ein, diesen magischen Ort noch einmal mit den Augen eines Kindes zu sehen oder einfach an die eigene Unbeschwertheit von damals zu erinnern.
Im Stadtpark Bochum, grün und weit,
beginnt die schönste Kinderzeit.
Da glänzt das Wasser hell und klar,
als wäre heut ein Wundertag.
Die kleinen Füße rennen los,
die Welt wird plötzlich riesengroß.
Ein Lachen springt von Baum zu Baum,
und jedes Kind lebt seinen Traum.
Am Wasserspielplatz spritzt das Glück,
ein Tropfen fliegt und kommt zurück.
Die Sonne malt auf jedes Haar
ein kleines Funkeln, wunderbar.
Ein sanfter Strom aus Schlamm und Sand,
rinnt durch die kleine Entdeckerhand.
Die Pumpe ächzt, der Schieber klackt,
das Wasser tanzt im Reigentakt.
Ein Eimer kippt, ein Bach entsteht,
ein Blätterboot auf Reisen geht.
Und wer es sieht, der glaubt daran,
auch kleine Dinge fangen groß mal an.
Die Rutsche ruft, der Sand ist warm,
ein Kind hält seinen Schatz im Arm.
Ein Stein, ein Stock, ein kleines Blatt,
was man im Park gefunden hat.
Die Eltern schauen lächelnd zu,
für einen Moment ist alles Ruh.
Kein Müssen, keine schnelle Zeit,
nur Herz und Licht und Heiterkeit.
Wenn dann der Abend leise sinkt,
und letzter Sonnenglanz noch blinkt,
wird manches Kind ganz still und klein,
es möchte noch nicht müde sein.
Doch flüstert sanft der Stadtpark dann,
Komm wieder, wann dein Herz nur kann.
Ich heb dein Lachen für dich auf,
im Wasser, Sand und Blätterlauf.