Denkmäler und Kunst


Im Stadtpark Bochum sind verschiedene Denkmäler und Kunstobjekte zu finden. Diese erinnern an bedeutende historische Ereignisse oder Persönlichkeiten, vermitteln kulturelle Werte und dienen als gestalterische Elemente, die die Atmosphäre im Stadtpark Bochum bereichern. Oft sind sie so platziert, dass sie zum Nachdenken anregen oder als markante Blickpunkte in der Landschaft dienen.


Frosch Fridolin

Die Geschichte des Froschs im Stadtpark reicht bis in die 1930er Jahre zurück. Die Originalstatue bewachte den Park jahrzehntelang, bis sie Mitte der 1990er Jahre von Metalldieben gestohlen wurde. Der Künstler Ekkehard Arens aus Dülmen rekonstruierte 2004 die Bronzefigur anhand alter Fotos. Über einen Namenswettbewerb der Rotarier erhielt der Frosch schließlich seinen heute legendären Namen „Fridolin“. Im Jahr 2023 wurde die beliebte Skulptur erneut entwendet, was tiefe Lücken in die Herzen der Parkbesucher riss.

Nachdem der Sockel für drei Jahre verwaist war, hat die Stadt Bochum im Jubiläumsjahr 2026 nun einen neuen Fridolin der Öffentlichkeit übergeben. Die Neuinterpretation stammt vom Düsseldorfer Künstler Andrei Dureika, der dem Frosch ein leicht zeitgemäßeres Aussehen verliehen hat.

Bevor „Fridolin der Dritte“ seinen Platz im Stadtpark wieder einnahm, ging er auf eine humorvolle Entdeckungstour durch Bochum. Er besuchte das Kunstmuseum, den Tierpark, das Stadtarchiv und den Wasserspielplatz, bevor er feierlich durch Oberbürgermeister Jörg Lukat in sein "Zuhause" entlassen wurde.

Die Rückkehr des Maskottchens ist das perfekte Highlight im Jubiläumsjahr für den ältesten Landschaftsgarten des Ruhrgebiets. Bei einem idyllischen Rundgang um den Gondelteich lädt Frosch Fridolin die Spaziergängen ab sofort wieder zu einem Zwischenstopp bei an der Brücke neben dem Wasserfall ein.

Jungmädchenbrunnen im Rosengarten

Entworfen wurde der Brunnen durch den Bildhauer Wilhelm Gerstel und den Architekten Eugen Schmohl im Jahre 1926. Gestohlen wurden alle vier Fische, die ringförmig um den Mittelsockel der Brunnenschale angeordnet waren und jeweils eine Größe von circa 0,40 m x 0,30 m hatten. Es wurde auch versucht, die Jungmädchenfigur, die auf dem Brunnen auf einer Kugel aus Muschelkalkstein angebracht ist, zu entfernen, dies ist aber misslungen. Bei dem Versuch wurde jedoch erheblicher Schaden an der Mittelsäule, die aus mehreren Einzelteilen zusammengesetzt ist, verursacht. Die Mädchenfigur wurde abgebaut und gesichert und steht seid der Renovierung für das 150 jährige Jubiläum wieder auf dem Brunnen im Rosengarten.

Schwanenbrunnen-Dahliengarten

Der große Vogel, der vermutlich einen Schwan darstellen soll, wurde durch die Künstler E. Reift gezeichnet und durch G. Kuhle modelliert. Er hat eine Höhe von ca. 1,00 m bis 1,20 m und steht seit 1959 am sogenannten Schwanenteich im Dahliengarten. Ein zentraler Blickfang dieses Bereichs ist der historische Schwanenbrunnen, dessen namensgebende Bronzefigur im Januar 2023 Opfer eines spektakulären Metalldiebstahls wurde, bei dem Unbekannte mehrere historische Skulpturen im Park entwendeten.

Kaiser Wilhelm I.

Das Kaiser Wilhelm I. Denkmal im Stadtpark Bochum war ein bedeutendes historisches Monument, das die Verehrung und den Respekt für den ersten deutschen Kaiser zum Ausdruck brachte. Obwohl das Denkmal heute nicht mehr erhalten ist, bleibt seine historische Bedeutung und sein Einfluss auf die Kultur und Identität von Bochum bestehen.

Das Kaiser Wilhelm I. Denkmal im Stadtpark Bochum war ein bedeutendes historisches Monument, das an den ersten deutschen Kaiser Wilhelm I. erinnerte. Dieses Denkmal war ein wichtiger Teil der Geschichte und Kultur des Stadtparks und spiegelt die Verehrung wider, die Wilhelm I. in der deutschen Geschichte genoss.

Das Denkmal wurde 1879 errichtet, nur wenige Jahre nach der Gründung des Deutschen Kaiserreichs im Jahr 1871. Es war das älteste Denkmal im Stadtpark und bestand aus einer Büste von Kaiser Wilhelm I., die auf einem Sockel platziert war. Die Errichtung des Denkmals war ein Ausdruck der Dankbarkeit und des Respekts gegenüber Wilhelm I., der als Symbol der deutschen Einheit und Stärke galt.

Die Büste von Kaiser Wilhelm I. war ein beeindruckendes Kunstwerk, das den Kaiser in einer würdevollen Pose darstellte. Sie war aus hochwertigem Material gefertigt und auf einem soliden Sockel montiert, der mit Inschriften und Verzierungen versehen war. Diese architektonischen Details unterstrichen die Bedeutung des Denkmals und machten es zu einem zentralen Punkt im Stadtpark.

Das Kaiser Wilhelm I. Denkmal war nicht nur ein Kunstwerk, sondern auch ein Symbol für die politische und kulturelle Identität des Deutschen Kaiserreichs. Es diente als Ort der Erinnerung und des Gedenkens an die Leistungen und den Einfluss von Wilhelm I. auf die deutsche Geschichte.

Turnvater Jahn

Das Jahn-Denkmal im Bochumer Stadtpark ist das älteste erhaltene Personendenkmal der Stadt Bochum. Es wurde im Jahr 1883 errichtet und feierlich eingeweiht, nachdem der örtliche Turnverein nach seiner Neugründung im Jahr 1860 beschlossen hatte, dem „Turnvater“ ein Denkmal zu setzen.

Das Monument wurde von dem renommierten, in Köln geborenen Bildhauer Wilhelm Gardÿ (1848-1890) entworfen, der als erster Künstler von überregionaler Bedeutung in Bochum wirkte. Gelegen in der Nähe des Gastronomie im Stadtpark, besteht das klassisch gestaltete Ehrenmal aus einem hohen Steinobelisken, an dem eine markante Bronzebüste von Friedrich Ludwig Jahn (1778–1852) sowie eine ehrende Inschrift angebracht sind.

Über seine Bedeutung für die Sportgeschichte hinaus spiegelt das Denkmal die komplexe politische Historie des 19. Jahrhunderts wider. Jahn gilt zwar als Begründer der deutschen Turnbewegung zur körperlichen Ertüchtigung und Förderung des Gemeinschaftsgeistes, seine Motivation entsprang jedoch der deutschen Nationalbewegung während der französischen Besatzung. Seine Schriften waren stark von einem frühen, völkischen Nationalismus geprägt. Dadurch reiht sich das Denkmal im Stadtpark in eine Reihe historischer Erinnerungsstätten ein, die heute sowohl als Zeugnisse der Sporttradition als auch als Ausgangspunkte für die kritische Auseinandersetzung mit der deutschen Nationalgeschichte dienen.

Gedenkstein Grosse-Weischede und Lorenz Rebbert

Der Gedenkstein für August Große-Weischede und Lorenz Rebbert im Stadtpark Bochum wurde am 2. Juli 1933 eingeweiht. Beide Männer waren bedeutende Persönlichkeiten des Bochumer Musiklebens um 1900 und haben maßgeblich zur kulturellen Entwicklung der Stadt beigetragen . Der Stein befindet sich nahe der Hildegardis-Schule und der Lutherkirche und erinnert an ihre Verdienste und ihr Engagement für die Musik in Bochum.

Gedenkstein Werner Katolla

Der Gedenkstein für Werner Katolla im Stadtpark Bochum erinnert an einen bedeutenden Bürger der Stadt. Werner Katolla war eine herausragende Persönlichkeit, die sich durch ihr Engagement und ihre Verdienste um die Stadt Bochum verdient gemacht hat. Der Gedenkstein, der sich in der Nähe der Kurfürstenstraße befindet, ist ein Symbol des Respekts und der Anerkennung für seine Beiträge zur Gemeinschaft. Der Standort des Denkmals im Stadtpark unterstreicht die Verbundenheit der Stadt mit ihrer Geschichte und ihren Bürgern.

Vesel "Iron Report"

Der „Iron Report“ (1979/80) des tschechischen Künstlers Aleš Veselý ist eine monumentale, dreiteilige Stahlcollage im Bochumer Stadtpark, gelegen oberhalb des Parkteichs entlang der Kurfürstenstraße. Das monumentale Kunstwerk entstand während des ersten Bochumer Bildhauersymposiums zum Thema „Eisenplastik“, bei dem Veselý über vier Monate lang Industrieschrott und Fundstücke aus der lokalen Stahlproduktion sammelte und zusammenschweißte.

Das raumbesetzende Ensemble wird von einer 7,60 Meter hohen, 9 Meter langen und fast 30 Tonnen schweren Hauptskulptur dominiert. Diese wuchtige Konstruktion aus Corten-Stahl und Edelstahl balanciert absichtlich asymmetrisch auf einem Hügel und muss durch ein aufwändiges, tiefes Betonfundament im Gleichgewicht gehalten werden. Ergänzt wird die Rampe durch zwei kleinere Objekte im direkten Umfeld, die als optische Gegengewichte fungieren und die rohe, industrielle Ästhetik des Ruhrgebiets mit künstlerischem Humor verknüpfen.

Grande Ruota 2006

Entwurf: Giuseppe SPAGNULO (*1936)
Material: Stahl
Maße: ca. 320 x 280 x 285 cm,
Gewicht ca. 53 t
Standort: am Eingang Bergstraße

"La Grande Ruotaï" basiert auf einer 80 cm dicken kreisförmigen Scheibe mit einem Durchmesser von 3,3 m, aus der Spagnulo das Quadrat heraus brannte und es so nach unten drückte, dass Außenkreis und Quadrat gegeneinander verschoben sind und sich gleichzeitig gegenseitig stützen. Durch die Trennung und Aufspaltung der Stahlmasse in zwei Formen scheint die Schwerkraft scheinbar aufgehoben und das massive Material erscheint plötzlich seltsam verletzbar, lebendig und fragil.
"Grande Ruotaï" war zuerst fünf Jahre lang im Schlosspark Weitmar installiert und wurde dann am 31. August 2006 als private Dauerleihgabe vor dem Kunstmuseum Bochum neu installiert.

Kriegerdenkmal

Das Kriegerdenkmal am Stadtpark Bochum im südwestlichen Zugangsbereich nahe dem Kunstmuseum war ein historisches Mahnmal mit einer bewegten Vergangenheit. Es wurde am 18. August 1935 im unverkennbaren Stil der nationalsozialistischen Propaganda eingeweiht und sollte an die im Ersten Weltkrieg gefallenen Soldaten des 4. Magdeburgischen Infanterie-Regiments Nr. 67 erinnern.

Die ursprüngliche Anlage des Bildhauers Walter Johannes Becker bestand aus einer großen Sandsteinmauer, vor der zwei überlebensgroße Bronzesoldaten standen, die gemeinsam eine Fahne hielten. Diese Figurengruppe sollte symbolisch die Kontinuität und Revanchegedanken von der kaiserlichen Armee zur Wehrmacht darstellen.

In der Nacht auf den 4. Februar 1983 sägten unbekannte Aktivisten den Soldaten die Beine durch und stürzten das Denkmal, woraufhin die Figuren in das städtische Archiv überführt wurden. Heute fungiert der verbliebene Standort im Bochumer Stadtpark als Antikriegs-Mahnmal: Die historische Sandsteinwand ist erhalten, wurde jedoch im Jahr 1984 von der Stadt um eine schwarze Gedenktafel mit der unmissverständlichen Inschrift „Nie wieder Krieg und Faschismus“ ergänzt.

Gedenkbaum Städtepartnerschaft

Der Gedenkbaum für die Städtepartnerschaft im Bochumer Stadtpark ist eine lebendige Erinnerungsstätte, die sich in der Nähe des Haupteingangs an der Bergstraße befindet. Es handelt sich dabei um eine Eiche, die am 23. September 1997 anlässlich des 10. Jahrestags der Städtepartnerschaft zwischen Bochum und der ukrainischen Großstadt Donezk gepflanzt wurde. Direkt neben dem Baum befindet sich eine Metall-Gedenktafel, die von der Gesellschaft Bochum-Donezk e.V. gestiftet wurde und auf die enge Verbundenheit und die gemeinsame Geschichte der beiden Städte hinweist. Als Teil des historischen, artenreichen Gehölzbestandes des Parks symbolisiert dieser Baum tief verwurzelte internationale Freundschaft und Friedensarbeit im öffentlichen Raum.

Josef H. Dufhues

Das Dufhues-Denkmal im Bochumer Stadtpark ist ein im Jahr 1998 errichtetes Ehrenmal, das an den bedeutenden nordrhein-westfälischen CDU-Politiker Josef Hermann Dufhues (1908–1971) erinnert. Geschaffen wurde die Skulptur von dem in Castrop-Rauxel lebenden Bildhauer Jan Bormann, der in Bochum auch für den Kugelbrunnen auf dem Dr.-Ruer-Platz bekannt ist. Das Denkmal besteht aus einer minimalistischen Kombination aus Granit und Bronze, wobei eine bronzene Portraitplakette das Antlitz des Politikers zeigt.

Mit dem Standort im Stadtpark würdigt die Stadt Bochum Dufhues entscheidende Rolle beim Strukturwandel im mittleren Ruhrgebiet zu Beginn der 1960er-Jahre. Als damaliger Landesinnenminister und profilierter Bundes- und Landespolitiker engagierte er sich maßgeblich für zwei Meilensteine, die Bochum bei der Überwindung der schweren Bergbaukrise halfen: die Gründung der Ruhr-Universität Bochum (RUB) sowie die Ansiedlung der Opel-Werke. Das barrierefrei zugängliche Denkmal bettet sich somit nicht nur in die Natur des Parks ein, sondern schlägt eine direkte Brücke zur modernen Wirtschafts- und Bildungsgeschichte der Stadt.
Wikipedia Dufhues Entwurf: Jan Bormann (*1939), Castrop-Rauxel
Material: Granit, Bronze
Inschrift: Zur Erinnerung an Josef Hermann Dufhues. Rechtsanwalt und Notar. Geb. 11. April 1908. Gest. 26. März 1971. Er half wesentlich bei der Umstrukturierung der Stadt Bochum mit der Ansiedlung der Opel Werke und der Gründung der Ruhr-Universität. Gründer der Jungen Union Deutschlands. Innenminister von NRW. Bundesgeschäftsführer der CDU.
Standort: Sommerblumengarten, zwischen "Am Alten Stadtpark" und "Parkhaus".

Bedürfnis-Anstalt (Gebäude)

Die ehemalige Bedürfnisanstalt am Stadtpark Bochum ist ein markantes, historisches Toilettenhäuschen, das sich am Übergang zum Kunstmuseum Bochum befindet. Das Gebäude wurde 1925 in expressionistischer Backsteinarchitektur errichtet und ersetzte ältere Pavillons aus Holz und Gusseisen.

Wegen seiner architektonischen Bedeutung und des guten Erhaltungszustands wurde das Eingangsensemble aus Parkwächter- und Toilettenhaus im Jahr 1997 unter Denkmalschutz gestellt. Nach einer aufwändigen Sanierung im selben Jahr, unterstützt durch die Nordrhein-Westfalen-Stiftung, blieben charakteristische Details wie die originalen blauen Innenkacheln, Außenleuchten und Schilder erhalten.

Heute dient das historische Bauwerk nicht mehr dem ursprünglichen Zweck, sondern beherbergt als „Anstalt für kulturelle Bedürfnisse“ den Vereinssitz der Kortum-Gesellschaft Bochum e.V..

Kortum Adler

Der Kortum-Adler im Stadtpark Bochum ist ein beeindruckendes Denkmal, das zu Ehren von Dr. Carl Arnold Kortum errichtet wurde, einem bedeutenden Arzt und Gelehrten, der um 1800 in Bochum lebte. Der Adler symbolisiert Stärke und Weisheit und ist ein markantes Wahrzeichen im Stadtpark.

Die Kortum-Gesellschaft Bochum, die sich der Erforschung und Pflege der Regionalgeschichte widmet, hat ihren Sitz in einem renovierten Gebäude am Eingang des Stadtparks. Der Kortum-Adler ist ein beliebter Treffpunkt und ein Ort des Gedenkens an die historischen Wurzeln der Stadt.

Bismarckturm Bochum

Der Bismarckturm liegt am höchsten Punkt des Bochumer Stadtparks und bietet - wenn er denn geöffnet ist - einen wunderbaren Ausblick auf den Park und die Umliegende Stadtviertel, sowie bei gutem Wetter bis nach Essen und Herne.